Segelbootführerscheine – Segelscheine Binnen und SKS

Die Segelbootführerscheine

Scheine des Deutscher Segler-Verband (DSV)

Der Segelbootführerschein ist ein freiwilliger Bootsführerschein herausgegeben vom Deutscher Segler-Verband (DSV). In der Bundesrepublik Deutschland besteht keine Pflicht einen Segelschein für ein Segelboot zu besitzen. Möchte man sich jedoch ein Segelboot oder eine Segelyacht chartern, so wird die Bootsvermietung oder das Charterunternehmen einen Befähigungsnachweis von ihnen verlangen.

Im Binnenbereich würde hierfür der ehemalige Segel-A-Schein, der heutige Sportbootführerschein Binnen unter Segel ausreichen. Die Führerscheinfreiheit setzt für jeden der auf Flüssen und Seen segeln möchte jedoch voraus, dass man sachkundig das Segelboot, die Verkehrsschilder und Vorfahrtsregeln, sowie andere gesetzliche Regelungen kennt.

Möchte man jedoch auf der See (Küste oder Meer) eine Segelyacht chartern, so benötigt man mindestens den Sportküstenschifferschein (SKS). Das Erlangen des SKS-Schein setzt den amtlichen Sportbootführerschein See (ehemalig Küstenschein) voraus und gilt in der 12-Seemeilenzone. Charterunternehmen verlangen den SKS-Schein auch im Ausland.

Versicherungen verlangen den SKS-Schein, wenn sie einen Schaden an einer Segelyacht erstatten sollen. Versicherungsverträge setzen ebenfalls die Sachkunde des Bootsführers voraus. Weitere „freiwillige“ Bootsführerscheine, die man im Anschluss an den Sportküstenschifferschein (SKS) erwerben kann sind der Sportseeschiffer-Schein (SSS-Schein) und der Sporthochseeschiffer-Schein SHS-Schein.



Kursangebot:

Kursgebühr: 159,- €.
Prüfungskosten: 135,- €
ärztliches Attest: ca. 40,- €
Fachbuch: ca. 29,- €
Motorbootfahrstunden (ca. 3-5): á 65,- €
Segelstunde (ca. 10-15): á 25,- €
Theorietermine: 4 x 3 Stunden
Uhrzeit: 19:00 – 22:00 Uhr
Prüfungstag:
Info-Tel.: 0611-374371 oder 0173-7 888 350 (Kursleiter)



Segelausbildung Bootsfahrschule Wiesbaden SKS

Segeltheorie

vermittelt zum Sportbootführerschein Binnen unter Segel folgende Fertigkeiten und Kenntnisse: Segel setzen, bergen, reffen, Kurse steuern mit entsprechender Segeleinstellung, Bedienung von Schwert, Ruder, Pinne, Lenzeinrichtung, An- und Ablegen, Boje über Bord-Manöver, Ankern, Wenden, Halsen, Beidrehen, Rückwärtssegeln, Ausweichregeln, Knoten, Gewichtstrimm, Stützruder usw.

 1. Pflichtmanöver

Alle Aufgaben müssen mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.

Rettungsmanöver unter Segel
Ablegen unter Segel
Anlegen unter Segel

 2. Sonstige

Manöver/Fähigkeiten
Von maximal drei Aufgaben müssen zwei mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.

Segel setzen/bergen
Wenden/Halsen
Anluven/Abfallen
Steuern nach Wind/Schifffahrtszeichen
Anlegen einer/s Rettungsweste/Sicherheitsgurts

 3. Knoten

(nicht für Inhaber eines Sportbootführerscheins-See)
Von maximal sieben gestellten Knoten müssen sechs mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt und deren Verwendung richtig erklärt werden.

Achtknoten
Kreuzknoten
Palstek
Einfacher oder doppelter Schotstek
Stopperstek
Webleinstek
Webleinstek auf Slip
Rundtörn mit zwei halben Schlägen
Belegen einer Klampe mit Kopfschlag

Die Prüfung

wird durch eine Prüfungskommission eines Prüfungsausschusses des Deutschen Motor-Yachtverbandes (DMYV) oder des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) nach den Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsinhalten der Sportbootführerscheinverordnung abgenommen.