Der amtliche Sportbootführerschein für Seeschifffahrtsstraßen (SBF See)

– Das internationale Zertifikat B –

ist der international gültige Pflichtführerschein für das Befahren von Seeschifffahrtsstraßen an der Küste und auf dem Meer. Er gilt innerhalb der 3-Seemeilen-Zone und auf dem Nord-Ostsee-Kanal sowie vieler Flussmündungen (Elbe, Weser, Ems).

Im Ausland wird er benötigt um Yachten zu chartern (Ijsselmeer, Kroatien). Der SBF See berechtigt zum Führen eines Sportbootes oder einer Yacht und ist bei einer Motorisierung von mehr als 11,03 KW (15PS) vorgeschrieben. Den amtlichen SBF See gibt es nur als Motorbootführerschein.

Im Ausland wird er benötigt um Yachten zu chartern (Ijsselmeer, Kroatien). Der SBF See berechtigt zum Führen eines Sportbootes oder einer Yacht und ist bei einer Motorisierung von mehr als 11,03 KW (15PS) vorgeschrieben. Den amtlichen SBF See gibt es nur als Motorbootführerschein.

Kursgebühr: 195,- €
Prüfungskosten: 135,- €
ärztliches Attest: ca. 40,- €
Fachbuch: ca. 30,- €
Motorbootfahrstunden (ca. 3-5): á 59,- €
Info-Tel.: 0611-374371 oder 0173-7 888 350 (Kursleiter)

8 Theorieabende: Di.:14.5.; Di.:21.5.; Di.:28.5.; Fr.:31.5.; Do.:6.6.; Di.:11.6.; Di.18.6.; Di.:25.6.19
Uhrzeit: 19:00 – 22:00
Prüfung: 30.06.2019 von 08:00 bis 16:00

8 Theorieabende: Di.:13.8.; Di.:20.8.; Di.:27.8.; Di.:3.9.; Do.:5.9.; Di.:10.9.; Di.:17.9.; Di.:24.9.2019
Prüfung: 29.09.2019 von 08:00 bis 16:00

Voraussetzung für den Erwerb

ist das Mindestalter von 16 Jahre, körperliche und geistige Tauglichkeit (ausreichendes Sehvermögen, ggf. mit Sehhilfe, ausreichendes Farbunterscheidungsvermögen, ausreichendes Hörvermögen, ggf. mit Hörhilfe), Zuverlässigkeit (Nachweis durch Vorlage eines Kfz-Führerscheines bzw. eines polizeilichen Führungszeugnisses durch die entsprechenden Behörden).

In der Theorie

werden Kenntnisse in schifffahrtspolizeiliche Verordnungen wie der Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung, der KVR, Betonnung von Fahrwassern und Schifffahrtswegen sowie nautische Grundkenntnisse der terrestrischen Navigation, Kennung und Scheincharakteristik von Leuchttürmen, Kompasslehre, Lichterführung und Schallsignale, Ankern, Gebrauch von Seekarten und Handbüchern, Schifffahrtszeichen und Gezeitenkunde, Motorenlehre, Lesen von Wetterkarten sowie von Wind- und Sturmwarnungen u.v.m. erworben.

Theoretische Prüfung:

Der amtliche Fragenkatalog enthält 300 Fragen (72 Basisfragen im Antwort-Auswahl-Verfahren identisch für Binnen und See, 213 spezifische Fragen See im Antwort-Auswahl-Verfahren, 15 Navigationsaufgaben). Daraus wurden 15 verschiedene Fragebogen á 30 Fragen im Antwort-Auswahl-Verfahren sowie einer Navigationsaufgabe mit jeweils 9 Fragen erstellt.

Fragenkatalog und Fragenverteilung können auf der Internetseite der Wasser-und Schifffahrtsverwaltung www.elwis.de heruntergeladen werden. Die theoretische Prüfung ist grundsätzlich schriftlich abzulegen. In besonderen Ausnahmefällen kann die Prüfung auf Antrag mündlich abgenommen werden.

Navigationsaufgaben:

Grundlage aller Navigationsaufgaben ist die Übungskarte D 49 (Mündungen der Jade, Weser und Elbe).

Bestandteile der Navigationsaufgaben:

Bestimmung des rechtsweisenden Kurses (rwK)

Eintragung des Kurses in die SeekarteBestimmung des Magnetkompasskurses (MgK) / Kursumwandlung

Bestimmung der geographischen Position und Eintragung in die Seekarte

Abgreifen von Distanzen

Durchführung einer Peilung

Besteckversetzung (nach Richtung und Distanz)

Weg-Zeit-Berechnung

Bestimmung des Koppelortes

Beschreibung (z.B. Farbe, Kennung, Toppzeichen, Nenntragweite, Feuerhöhe, Art des Feuers) und Bedeutung von Schifffahrtszeichen

Bedeutung von Eintragungen in der Seekarte (Wassertiefe, Abkürzungen und Kennzeichnung von Wracks, Pipelines, Kabel etc. nach INT 1)

 Zur praktischen Ausbildung

gehören eine ausführliche Bootseinweisung und das Erlernen der prüfungsrelevanten Manöver wie: An- und Ablegen, Kurse nach Kompass steuern, Peilung und Kreuzpeilung von Objekten, Mann über Bord -Manöver, Wenden auf engstem Raum, kursgerechtes Aufstoppen und stecken von verschiedenen Knoten.

1. Pflichtmanöver

Alle Aufgaben müssen mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.

Rettungsmanöver (Mensch über Bord)

Anlegen

Ablegen

Fahren nach Kompass

Peilen (Einfache oder Kreuzpeilung

2. Sonstige

Manöver/Fähigkeiten (nicht für Inhaber eines Sportbootführerscheins-Binnen mit Antriebsmaschine) Von maximal drei Aufgaben müssen zwei mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt werden.

Kursgerechtes Aufstoppen

Wenden auf engem Raum

Fahren nach Schifffahrtszeichen/Landmarken

Anlegen einer/s Rettungsweste/Sicherheitsgurts

Manöverschallsignal (eins von drei: Maschine läuft rückwärts, Kursänderung nach Steuerbord, Kursänderung nach Backbord)

 3. Knoten

(nicht für Inhaber eines Sportbootführerschein-Binnen) Von maximal sieben gestellten Knoten müssen sechs mit ausreichendem Ergebnis ausgeführt und deren Verwendung richtig erklärt werden

Achtknoten

Kreuzknoten

Palstek

Einfacher oder doppelter Schotstek

Stopperstek

Webleinstek

Webleinstek auf Slip

Rundtörn mit zwei halben Schlägen

Belegen einer Klampe mit Kopfschlag

Die Prüfung

wird durch eine Prüfungskommission eines Prüfungsausschusses des Deutschen Motor-Yachtverbandes (DMYV) oder des Deutschen Segler-Verbandes (DSV) nach den Zulassungsvoraussetzungen und Prüfungsinhalten der Sportbootführerscheinverordnung – See abgenommen.